Nobody is perfect

Da aber nicht jeder "Nobody" heißen kann, wird es immer Schiffsmodellbauer geben, die nicht ganz perfekt bauen und Fehler (*) machen.

Wer nicht alle möglichen Fehler selbst machen möchte, sondern bereit ist, auch schon aus den Missgeschicken anderer zu lernen, der sollte beim Bau seiner DULCIBELLA diese Rubrik beachten.

Hier sind einige (vermeidbare) Fehler zusammengetragen, und wer die Abhilfen von Anfang an berücksichtigt, dessen Boot wird auf Dauer besser und / oder sicherer segeln.

Problem   Beschreibung  so ist es besser...
     
 

sehr schön beplanktes Deck, aber leider...

Schotführung durch den Plichtboden

wenn bei viel Wind gesegelt wird, kann sich auch Wasser in der Plicht sammeln...

hier würde es wieder abfließen ...  aber leider in den Innenraum des Modells.

Das führt zu einem Ausfall der Fernsteuerung ...

Abhilfe: Das Führungsröhrchen für die Großschot bis auf Decksniveau verlängern und an einem quer über die Plicht laufenden Bauteil anbinden oder gleich ...   siehe rechts

     

 

     
Großsegel falsch ausgeschnitten. Die Hinterkante soll immer ungefähr parallel zur Webrichtung des Stoffes laufen, hier ist es die Vorderkante

Das führt nach einiger Betriebszeit zum Einrollen der Hinterkante des Segels und damit zu einer geringeren möglichen Geschwindigkeit

Kurzfristig hilft es dann Segellatten aus 0,5 mm ABS aufzukleben, langfristig ist ein neues Segel zu schneiden

     
     
die Fock bleibt hängen oder öffnet nicht.

Wenn das Problem am Vorstag liegt ist die Abhilfe einfach: Vorstag weglassen, denn er ist zum Betrieb des Modells nicht erforderlich.

ansonsten die Decksdurchführung der Fockschot als gebogenes Röhrchen ausführen und im Bootinneren darauf achten, dass die Segelleinen nicht an irgendwelchen Kabeln , Schaltern, Empfängern hängen bleiben können sondern frei laufen können. Störende Elemente verlegen oder mit Tesafilm in sicheren Regionen festkleben.

      
     
Fock steht zu dicht.

die Segel sollen aber parallel öffnen...

Also die Entfernung zwischen Drehpunkt des Baumes und Schoteinhängung überprüfen. Der Abstand soll am Großbaum genau doppelt so lange sein wie am Fockbaum. Achtung: Drehpunkt des Fockbaumes ist nicht die Segelvorderkante, sondern die Verbindung vom Baumes zum Deck.

 
     

die Segel sind vorbereitet um gerefft zu werden.

tolle Idee !!

aber leider hat das Segel auch eine

genähte Segelhinterkante

Unter dem Winddruck reckt sich das Segelmaterial leicht. Dabei verhält sich dann die genähte Hinterkante nicht genauso wie die restliche Segelfläche.

Falten und ein Einrollen der Hinterkante sind die Folge.

Das gleiche passiert, wenn die Kanten der Segel mit dem Lötkolben geschnitten werden. So ist zwar ein Ausfransen verhindert, aber das Segel beginnt nach kurzer Einsatzzeit sich einzurollen.

Also: so wie in der Bauanleitung beschrieben, die Segel einfach mit dem Teppich-Messer ausschneiden...

 
     
Die Vorsegel lassen sich nur sehr schwer verstellen, das Servo schafft es kaum die Segel überzuholen...

Da beide Schoten durch ein gemeinsames enges Röhrchen laufen, sollten die Schoten aus dünnerer Schnur hergestellt werden. Erprobt ist  0,5 mm Takelgarn.

Damit Ihre Vorsegel auf beiden Seiten optimal stehen...

     
  Segel machen Die Segel sind "die Motoren" dieses Bootes

Sorgfalt bei der Herstellung lohnt sich und wird mit höheren Geschwindigkeiten belohnt !!
Hinweise zur Herstellung finden sich in der Rubrik "Baustufen".

 Wasser im Boot das Dach der DULCIBELLA sollte mit einer Dichtung abgedichtet sein, wie sie eigentlich im Winter benötigt wird um alte Fenster dicht zu bekommen. Diese Dichtung gibt es im Baumarkt, z.B. von Tesa. Sie ist selbstkleben...

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie durch clicken auf den  Button:   
                      

          
     

Uups -  bei dem Modell ist die Plicht verdreht eingesetzt…
Aber ist das wirklich „falsch“,. also im Sinne dieser Rubrik ein vermeidbarer Fehler?
Vielleicht war das Verdrehen um 180 ° ja auch beabsichtigt?
Damit wäre es die „künstlerische Freiheit“ des Erbauers.
Also bleibt an dieser Stelle nur der Hinweis: vor dem Aufkleben des Decks überlegen wo die breitere Seite der Plicht liegen soll - vorn oder hinten.
…und für die Seilführung der Ruderanlenkung ist die gedrehte Ausführung auch von Vorteil…

bei Flaute sollte man nicht mit Sturmsegeln zum See gehen...

sondern vielleicht besser mit dem Gaffelrigg...

( ... nicht ganz ernst gemeint...)

     
Die Fock ist an der Vorderkante (am Vorliek) "durchgebogen"

Bei viel Wind drückt es den Mast durch den Druck im Großsegel nach vorn
Wenn nicht genügend Spannung auf dem Achterstag (der Abspannung des Mastes nach hinten) ist, entlastet die die Vorderkante der Fock, das Segel wird weniger effektiv.

Nachspannen sorgt für mehr Speed

Prüfen Sie beim Segeln von Zeit zu Zeit, ob Wasser ins Bootsinnere eingedrungen ist. Durch die die hoch liegende Zugangsöffnung (abnehmbares Dach) sollte das Modell innen auch bei stärkerem Wind weitgehend trocken bleiben. Insgesamt ist es aber nicht wasserdicht
Setzen Sie das Modell nicht bei zu starkem Wind ein, da es dafür mit der vollen Segelfläche nicht gedacht ist und es unkontrollierbar wird.
Achtung Das Modell ist nicht unsinkbar!

Diese Sätze stammen alle aus der Bauanleitung  (Betriebshinweise). Leider sind sie nur allzu wahr, wie F.Vitter am eigenen Boot erfahren musste.
Wer bei "schwerem Wetter" mit DULCIBELLA segeln möchte, sollt auf jeden Fall das Sturmrigg verwenden und eine zusätzliche Dichtung zwischen Dach und Aufbau vorsehen!!!

 
     
     
     
     
     

(*) Fehler hört sich so "grundsätzlich verkehrt" an...

Meist sind es aber nur "Schwächen", die besser gelöst werden können, aber nicht zu einem Versagen des Modells führen.