Erfahrungsberichte zum Bau der DULCIBELLA

 

Hier ein Bericht von Stefan H. aus Berlin:

 

 

 

Ich bin ja regelrecht begeistert von den Unterlagen gewesen, sie haben es mir ermöglicht, absolut ohne Vorkenntnisse ein Modell zu bauen, welches gut aussieht und (hoffentlich) auch auf dem Wasser "eine gute Figur" macht.

Es gibt beim Bau so viele Highlights, dass man sie gar nicht aufzählen kann...

- Der Moment, wo das erste Mal die Form erkennbar ist (alle Spanten aufgestellt),
- der Moment, wo die erste Planke am Rumpf befestigt wird,
- wo die letzte Planke befestigt wird,
- die Abnahme des Bootes von der Helling,
- der Einbau der Fernsteuerung,
- das erste Testen der Funktion,
- usw., usw.

Aber ich will mich bemühen, auch einige Kritikpunkte zu finden.

Eine große Hilfe war für mich die Projektbeschreibung der "Ruhrpiraten". Es gibt ja nun einige Unterschiede zu Ihrer Baubeschreibung.
Alle Bauphasen, bei denen Sie die Verwendung von Sekundenkleber empfehlen (Rumpfbeplankung, Deckaufbau) haben bei mir nicht geklappt, obwohl das System einleuchtend ist, den Sekundenkleber quasi als Schraubzwinge zu verwenden. In diesen Fällen habe ich mich an die Baubeschreibung der Ruhrpiraten gehalten und bin gut damit gefahren. 

Der Einbau der Fernsteueranlage und der Ansteuerungen ist meines Erachtens in Ihrer Beschreibung nicht immer dort, wo er eigentlich vom Ablauf hingehören müsste. Z.B. habe ich vorgestern die Schotdurchführung für die Fock eingebaut. Das Deck ist aber schon aufgeklebt und lackiert. Die Lage der Durchführung lässt sich jetzt nur noch erahnen, da ich weder mit meinen Händen so weit nach vorne in den Rumpf gelange, noch kann ich die Schotdurchführung sehen. Man könnte die Schotdurchführung m.E. schon einbauen, wenn das Deck noch nicht montiert ist, man müsste dann nur bei der Montage des Decks ein weiteres Loch bohren.

 Bei mir war die Ruderansteuerung ein kleines Problem. Ich habe mich genau an die Vorgabe in Ihrer Zeichnung bezüglich der "Armlängen" des Servos und des Ruders gehalten. Auch die Lage des Servos auf dem Servobrett habe ich genau dem Plan entnommen. Bei ersten Tests habe ich bemerkt, dass erstens der Ruderausschlag nicht gleichmäßig nach rechts und links ist, und er insgesamt ein wenig klein ist. Besser ist es, wenn das Ruderservo genau in der Mitte ist und die "Arme" mindestens gleich lang, wenn nicht sogar noch länger sind als der "Ruderarm". Nach Sichtung vieler Photos im Internet habe ich festgestellt, dass auch viele andere "Schiffsbauer" das so gehandhabt haben.

 Mehr fällt mir absolut nicht ein, im Vergleich zu dem Spaß, den ich ansonsten hatte, sind die paar Momente der Verwunderung und des Lösungssuchens ein Klacks.

Wobei ja auch das Lösung suchen durchaus entspannend sein kann.

 

Ansonsten muss ich natürlich zugeben, dass ich oftmals die Hilfe von Maschinen in Anspruch genommen habe, insbesondere das Schleifen habe ich mir gerne abnehmen lassen. Auch das Sägen von Plexiglas geht mit einer Stichsäge super, hätte ich alles von Hand mit einer Laubsäge sägen müssen, wäre bei mir wahrscheinlich schon der Frust aufgekommen. Ich hoffe nur, dass zu einem Schiffsmodellbauer nicht der Anspruch gehört, auf keinen Fall Maschinen zu benutzen. Aber egal.

 

Viele Grüße aus Berlin,

 

Stefan H.

 

 

 

Vielen Dank an Stefan für seine Beschreibung und vor allem für die Anmerkungen und Anregungen, wo vielleicht Dinge anders besser gelöst werden können. Es zeigt sich einmal mehr, dass es nicht nur einen Weg nach Rom ... äh zur DULCIBELLA ... gibt.

Trotzdem im folgenden ein paar Hinweise, die hoffentlich künftigen Dulcibella-Erbauern helfen die "Momente der Verwunderung" zu reduzieren. Für Stefan bleibt aber das unbezahlbare, befriedigende Gefühl für alle Herausforderungen der Bauphasen immer einen Weg gefunden zu haben  -  herzlichen Glückwunsch!

 

 

Sekundenkleber klebt in Verbindung mit Aktivatorspray zuverlässig und extrem schnell
...versuchen Sie es selbst...
Idealerweise sollte der Sekundenkleber aus dem Modellbaufachgeschäft (Konsistenz dick- oder mittelflüssig) zum Einsatz kommen, denn er ist preiswert und es gibt dort auch den zum System passenden Aktivator.

    

Das Führungsröhrchen für die Fock- Schot kann mit Hilfe eines hindurch gefädelten Stückes Schnur exakt ausgerichtet werden, auch wenn das Deck bereits aufgeklebt ist.
Den korrekten Sitz kann man mit Hilfe eines kleinen Taschenspiegels überprüfen.
Der "späte" Einbau fällt oft leichter als die exakte Ausarbeitung mehrerer Löcher im Deck die auch untereinander die  richtige Position und den richtigen Abstand haben sollten.

    

Wenn die Leinen vom Hebelarm des Ruderservos nach beiden Seiten im gleichen Winkel "weggehen", kommt es auch zu gleichmäßigen Ruderausschlägen nach beiden Seiten. Hierfür muss eventuell der Hebelarm auf der Stellachse um ein paar Zähne versetzt werden...

Allzu große Ausschläge des Ruders sind nicht erforderlich; das Boot ist wendiger als man beim Bau denkt.
Zu viel Ruderausschlag bremst nur...

 

... und wieso sollten Schiffsmodellbauer den Anspruch haben keine Maschinen zu benutzen?
Maschinen erleichtern und beschleunigen den Bau des Modells ... sollten aber zum Bau von DULCIBELLA nicht unbedingt erforderlich sein... Als Einsteigermodell soll es mit einfachen Mitteln zu erstellen sein

UWE KRECKEL

 

 

 

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